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Training
für die Venen

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Schwere
müde Beine - eine Vielzahl von Menschen leidet zunehmend an
diesen Symptomen. Zurückzuführen sind sie sie auf eine schlechte
Venenfunktion, die
oftmals
durch eine überwiegend sitzende
Tätigkeit und einen generellen Mangel
an Bewegungsausgleich entsteht.
Abhilfe kann beispielsweise ein gezieltes
Training der Beine mit speziellen gymnastischen Übungen schaffen.
Eine weitere Möglichkeit bietet das Saunabaden. Fälschlicherweise
oft eher negativ bewertet, ist es jedoch eine Tatsache, dass das
finnische Schwitzbad, wenn es richtig praktiziert wird, die
Venenfunktion stärkt und somit positiv beeinflusst - es wirkt auf
die Venen wie ein Aufbautraining von Innen.
Wie aber
trainiert das Saunabaden die Gefäße? „Je öfter man in die
Sauna geht, desto öfter trainiert man damit seine Gefäße. Die
Blutgefäße sind das lebensnotwendige Transportsystem in unserem
Körper. Dieses Transportsystem muss funktionieren: Arterien und
Venen besitzen Muskelfasern in ihren Wänden, die für Eng- und
Weitstellungen sorgen. Diese lassen sich ebenso trainieren wie man
den Bizeps durch Gewichtstemmen trainieren kann. Das Training
erfolgt durch Überwärmung des Körpers mit anschließender Abkühlung
und dieser Prozess vollzieht sich beim Saunabaden", so Frau
Dr. Ulrike Novotny, Medizinjournalistin und Autorin des Buches
„Lust auf Sauna".
Venenerkrankungen sind ein weit verbreitetes
Leiden, das sich in ganz unterschiedlichen Beschwerden äußert.
Am häufigsten sind Krampfadern und Besenreißer anzutreffen.
Krampfadern sind dicke, geschlängelte, bläulich aus dem
Hautniveau hervortretende Venen, die durch erschlaffte Venenwände
entstehen können. Besenreißer treten vor allem im Bereich des Fußes
und der Oberschenkel auf und sind winzige erweiterte venöse Äderchen.
Sowohl Besenreißer als auch Krampfadern sind Erscheinungen, die
auf mehreren Faktoren beruhen, so z. B. einer Bindegewebeschwäche,
hormonellen Einflüssen, aber auch venösen Störungsverhältnissen.
Auch wenn sich übermäßige Wärme auf diese Beschwerden eher ungünstig
auswirkt, ist generell jedoch gegen einen Saunabesuch nichts
einzuwenden. Ganz
im Gegenteil: Erstellt sogar eine Art Gefäßtraining dar, das die
Beschwerden mindern kann. Man sollte lediglich die im Folgenden
besprochenen Punkte beachten, wenn man mit Venenleiden behaftet
ist. Ausreichendes Trinken vor und während des Saunabadens ist
unerlässlich. Da man während des Badevorganges sehr viel Flüssigkeit
verliert und sich das negativ auf die Durchblutung auswirkt,
sollte man immer darauf achten. dass man zwischen den einzelnen
Saunagängen ausreichend Wasser oder Säfte trinkt.
Menschen, die an Venenschwäche leiden, sollten
das Saunabad immer liegend beginnen, so ist der Blutfluss in den
Beinen optimal, die Blutgefäße werden nicht eingeengt oder
abgeknickt. Zusätzlich kann man die Beine von Zeit zu Zeit mit
leichtem Druck der Hände ausstreichen, stets von den Füßen in
Richtung Leiste. Nach Verlassen der Saunakabine sollte man den Körper
gut abkühlen. Das kalte Abduschen ist zwingend notwendig.
Empfehlenswert ist ebenfalls ein wenig Bewegung an der frischen
Luft. Erst danach ruhen. Anders
als bei Krampfadern oder Besenreißern ist Thrombosepatienten von
einem Saunabesuch ohne Vorsprache mit dem behandelnden Arzt
abzuraten.
Im Gegensatz zu anderen reinen Wärmeanwendungen
wie z B. Thermalbädern oder Packungen wird das Saunieren
durchwegs positiv bewertet, da nach einer begrenzten Erwärmung
eine gezielte Abkühlung erfolgt.
Dies führt zu einer Verbesserung der
Durchblutung und einem allgemeinen Gefäßtraining, das sogar
weiteren Venenveränderungen vorbeugt.
Dr. Ulrike Novotny |
Saunabaden
als Antistressmix
Regelmäßiges Saunabaden hat sich beim Abbau von Stress bewährt.
"In der Sauna verraucht der Zorn", behauptet der
finnische Volksmund. Zu recht, denn die Sauna wirkt positiv auf
unser Nervensystem. Beim Saunabaden setzt sich der Körper mit
seiner ganzen Oberfläche und den Rezeptoren der Haut den
Wechselreizen des Schwitzbades aus. Die aufeinander folgenden
Warm- und Kaltreize sprechen wechselseitig das vegetative
Nervensystem an. In der ersten Zeit der Wärmeanwendung, kurz
nachdem sich der Badende auf der Saunabank niedergelassen hat,
macht sich der Einfluss des Parasympathikus (Erholung und Ruhe)
bemerkbar. Er löst eine Erweiterung der Hautblutgefässe aus, ist
bei der Tätigkeit der Schweißdrüsen beteiligt und bewirkt ein
Nachlassen der Muskelspannung.
Wenn das Abkühlen des Körpers durch die Schweißverdünstung an
Grenzen stößt und die Körperkerntemperatur steigt, antwortet
der Körper mit einer allgemeinen Erregungszunahme des vegetativen
Systems (Sympathikus, leistungsbezogen und aktiv): die
Herzfrequenz steigt, wobei die beruhigende Wirkung überwiegt. Bei
der nachfolgenden Abkühlung im Tauchbecken verengen sich die
Blutgefäße und der Blutdruck steigt. Der Parasympathikus sorgt
dafür, dass die Pulsfrequenz absinkt. Am Ende des Badeablaufes
machen sich die anregenden Auswirkungen anhaltender und ausgeprägter
bemerkbar. Besonders erholsam wirkt die einige Zeit nach dem
letzten Bad auftretende beruhigende Nachschwankung, verbunden mit
ruhiger Herzschlagfolge, umfassender Muskelentspannung und
angenehmer Müdigkeit.
Die rasche Reaktion des unabhängig schaltenden Nervensystems während
des wechselwarmen Schwitzbades ist also der Grund für die
nachhaltige, positive Wirkungsweise der Sauna. Untersuchungen
ergaben positive Ergebnisse: Wesentlich schnelleres Eintauchen in
die erholsamere Tiefschlafphase, längeres Verbleiben und folglich
viel weniger Halbschlafphasen mit unangenehmen Träumen.
Deshalb eignet sich die Sauna vor allem für übermäßig
Gestresste mit Einschlaf- und Durchschlafproblemen. Indem sie
entsprechende Körperreaktionen auslöst und sie im positiven
Sinne sogar trainieren kann, kann die Sauna einen effizienten
Antistressmix bieten.
Wichtig ist auch hier das richtige Maß, das Einhalten der
Badeanleitung, um den Körper vom milden, positiven Stress
profitieren zu lassen.
Farblichtstimulation
beeinflusst das Wohlbefinden
Der Einsatz von Farblichtstimulation
unterstützt die gesundheitsfördernden Auswirkungen der Sauna und
beeinflusst je nach Intensität und Dauer auch
das geistige und körperliche Wohlbefinden. Rot, Blau, Gelb und Grün
erzeugen unterschiedliche Stimmungen. Neben der ausgleichenden
Wirkung auf das Gemüt reguliert Farblicht auch viele
Stoffwechselvorgänge. Neuropsychologen haben in den menschlichen
Zellen sogar regelrechte Ankerplätze entdeckt, die exakt auf das
Licht reagieren. Dabei hat jede Wellenlänge ihre eigene Wirkung.
Die Farblichtstimulation ergänzt und verstärkt sinnvoll die bewährten
Vorzüge des Saunabadens: Stärkung von Herz, Kreislauf und
Immunsystem, Entschlackung des Körpers von Giftstoffen und
Verbesserung der Hautstruktur. Darüber hinaus bringen die
farbigen Lichtspiele neue Aspekte in die Erlebnissauna.
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Saunabaden
während der Schwangerschaft
Über die günstige Wirkung des Saunabades während der
Schwangerschaft sind sich Kenner und Fachleute der Sauna alle
einig. Schon die Pioniere der Sauna bejahten das Bad während der
Schwangerschaft. Günstigen Einfluss auf die Schwangerschaft und
Geburt zeigen eingehende Beobachtungen und wissenschaftliche
Untersuchungen unter anderen von Prof. Gauss, Würzburg
(Erfahrungen mit der Sauna an einer Frauenklinik, 1944), Pystynen,
Finnland (Wirkung des finnischen Saunabades auf die mütterliche
Blutzirkulation, den Flüssigkeits- und Elektrolythaushalt bei Toxämie
in der späten Schwangerschaft, 1961); und von den Ärzten Soiva,
Castren und Laajko, Turku (Die Wirkung des Saunabades auf die
Wehenanregung, 1963).
Das aber die Sauna die Infektionsabwehr steigert, ist allgemein
bekannt und erwiesen. Krankhafte Hauterscheinungen sind in keinem
der untersuchten Fälle aufgetreten, was mit der bekannt günstigen
Wirkung des Saunabades auf die Haut erklärt werden kann.
Zusammenfassend darf herausgestellt werden, dass das Saunabad während
der Schwangerschaft eine ideale Krankheitsvorsorge für Mutter und
Kind bedeutet. Herz- Kreislaufkrankheiten wird durch trainierende
Übung entgegengewirkt. Infektionsgefahr ist vermindert und damit
auch die Gefahr für Missbildungen und Totgeburten.
Krampfadernentzündung mit all ihren Folgen (Thrombose, Embolie)
wird vermieden. Hautkrankheiten haben bei der reaktionsgeübten
Haut wenig Chance. Präeklampsie und Eklampsie werden mit grosser
Wahrscheinlichkeit wirksam bekämpft. Geburtsdauer wird verkürzt.
Geburtsschmerz wird vermindert. Schwangerschaft und Geburt werden
durch den Entspannungseffekt im seelischen und körperlichen
Bereich zum angstfreien Erlebnis.
Dr. med. A. Hartmann. Eine
ungekürzte Ausgabe dieser Publikation erhalten sie über das ÖSF.
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